Jannik Nagel lernte Politikeralltag kennen

Kirstin Korte und Jannik Nagel vor dem Landtag NRW
Kirstin Korte und Jannik Nagel vor dem Landtag NRW
Drei spannende Tage erlebte Jannik Nagel aus Petershagen auf dem Stuhl von Kirstin Korte beim Jugendlandtag. „Ich habe selten so viele für politische Arbeit begeisterte junge Leute auf einen Schlag getroffen“, blickt der Sparkassen-Azubi nach seiner Heimkehr zurück. Er und 236 weitere Jugendlichen aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens hatten seit Donnerstagnachmittag die Plätze der Landtagsabgeordneten eingenommen und sich in Fraktions- und Ausschusssitzungen sowie bei Expertenanhörungen akribisch auf den Plenartag am Samstag vorbereitet. Ziel der Veranstaltung ist es, dass junge Menschen die parlamentarische Arbeit im Landtag hautnah kennenlernen, Politik erleben und gestalten können.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir unter Jugendlichen die politischen Themen auf so hoher Ebene beraten, wir es geschehen ist“, resümiert der Petershagener. Bis in die Nacht habe man gemeinsam eine Rede ausgeklügelt. Für Schlaf blieben dann leider nur noch 2 Stunden übrig. Für die Zukunft nimmt er einige Erfahrungen mit. „Die Erfahrung des Redens werde ich nicht vergessen, ebenso den Umgang miteinander, denn es hat sich ein richtiger Zusammenhalt gebildet und auch auf der Heimreise hat man noch am Bahnhof oder im Zug andere Fraktionsmitglieder getroffen. So ein Politiker-Alltag ist übrigens viel anstrengender, als manche glauben.“
 
Am Ende haben sich die Jugendlichen übrigens fraktionsübergreifend zusammengerauft und auf das Wesentlich geeinigt: Vom Jugend-Landtag beschlossen wurden jeweils mit Mehrheit die Anträge "Die Vergabe von Studienplätzen gerechter gestalten" und "Mehr fürs Leben/den Alltag in der Schule lernen" – diese werden nun an den „echten“ Landtag weitergeleitet.
 
Der Jugend-Landtag entsprach mit 237 Abgeordneten und den fünf Fraktionen von SPD, CDU, GRÜNEN, FDP und PIRATEN in seiner Zusammensetzung exakt dem tatsächlichen Landtag NRW. Den Sprung in den Jugend-Landtag hatten diejenigen geschafft, die sich bei den tatsächlichen Abgeordneten beworben hatten und von diesen als persönliche Vertreter benannt wurden.

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