Weserversalzung: Niedersachsen sperrt sich gegen Nordseepipeline

CDU-Landtagsfraktion NRW beantragt Prüfung von Alternativen

Kirstin Korte MdL und Friedhelm Ortgies MdL
Kirstin Korte MdL und Friedhelm Ortgies MdL
„Für ein Ende der Einleitung der K+S-Produktionsabwässer in die Weser ist die Politik besonders vor dem Hintergrund der Wasserrahmenrichtlinie dringend gefordert“, sagen die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Kirstin Korte und Friedhelm Ortgies.
 
Aus diesem Grund stellte die Fraktion den Antrag „Rohstoffgewinnung ist sinnvoller als der Salzpipelinebau zur Nordsee“, der im Düsseldorfer Landtag beraten wurde.
 
„Das große Problem der Nordseepipeline, auch wenn wir grundsätzlich dazu stehen, ist, dass NRW keinen unmittelbaren Einfluss auf Bau und Einleitungsgenehmigungen hat, da vier Bundesländer betroffen sind. Der niedersächsische Ministerpräsident Stefan Weil hatte sich leider zuletzt in der Presse gegen die Pipelinelösung ausgesprochen. „Vor diesem Hintergrund müssen wir uns fragen, ob es Alternativen gibt, auch wenn wir dem Expertenvorschlag des Runden Tisches folgen wollten.“

Durch ein chemisch-physikalisches Verfahren könnten die Haldenabwässer aufbereitet und einige Rohstoffe rückgewonnen werden. „Gerade die Chance, einerseits vor Ort eine Problemlösung zu finden und andererseits eine ökonomische Lösung anzubieten – es würden ca. 300 Arbeitsplätze entstehen -, macht es interessant, dieses technische Verfahren näher zu beleuchten“, so Korte und Ortgies. „Da ohne Niedersachsen keine Einleitung in die Nordsee erfolgen kann, müssen wir schnellstmöglich die Alternative vorantreiben.“
 
Parallel dazu ist das Verfahren zur Realisierung der Nordseepipeline weiter zu betreiben.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben