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20.04.2010, 12:46 Uhr Übersicht | Drucken
Ortgies und Dombrowski bei Filmvortrag

Rahden. „Ich wünsche mir für Nordrhein-Westfalen eine stabile Regierung, die in Wort und Tat für die Demokratie steht“, sagte Dieter Dombrowski, Generalsekretär der CDU Brandenburg. Auf Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Friedhelm Ortgies (CDU) war er nach Rahden gekommen, um vor über 120 Gästen von seinen Erlebnissen mit dem SED-Regime in der ehemaligen DDR zu berichten.

In den 1970er Jahren wurde Dombrowski wegen Republikflucht und staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, die er unter anderem in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen verbringen musste. Der Filmvortrag über diese Haftanstalt, auch bekannt als sogenannte „Zentrale des Terrors“, ging nicht nur ihm unter die Haut, sondern auch den über 120 Gästen, die dem Diskussionsabend beiwohnten. Im Anschluss an den Film sprach Dombrowski, der im Jahr 1994 vollständig rehabilitiert wurde, über das Thema Stasi, die SED und die Partei, in der zahllose Funktionäre dieses Regimes nach 1990 ihr neues politisches Zuhause fanden: Die heutige Linkspartei.

Daran anschließend gab es rege Nachfragen durch die Anwesenden. Ortgies wiederum legte seine Positionen zur Linken dar: „Die NRW-Linkspartei hat sich mit ihren Beschlüssen und Programmen klar als extremistische Kraft positioniert. Die prominenteste Vertreterin der NRW-Linkspartei verteidigt nach wie vor den Stalinismus und rechtfertigt die DDR-Diktatur und den Mauerbau. Gerade 20 Jahre nach dem Fall der Mauer müssen wir dagegen angehen.“ Vor diesem Hintergrund forderte Ortgies zum wiederholten Mal die NRW-SPD auf, sich klar von der Linken zu distanzieren. Sigmar Gabriel habe sich am Montag auf einer gemeinsam mit den Grünen einberufenen Pressekonferenz zwar für seinen Versprecher in Bezug auf Rot-Rot-Grün entschuldigt, eine eindeutige Klarstellung von Hannelore Kraft sei aber leider ausgeblieben.

Rahdens Bürgermeister Bernd Hachmann zeigte sich zum Abschluss nachdenklich: „Dieser Diskussionsabend ist eine gelungene Veranstaltung. Es ist mir wichtig darauf hinzuweisen, dass die Linkspartei einen demokratiefeindlichen Staat schaffen will.“


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