„Für die Medizinerausbildung im Mühlenkreis“

JU NRW-Tag positioniert sich zu möglicher medizinischer Fakultät in OWL

Wie steht es um die mögliche medizinische Fakultät in Bielefeld? Und vor allem: Welche Auswirkung hätte diese auf die Medizinerausbildung im Kreis Minden-Lübbecke? Der Landesverband der Jungen Union hat sich auf dem vergangenen JU NRW-Tag dazu positioniert.

Die seit dem vergangenen Jahr erfolgreich an den Mühlenkreiskliniken beheimatete Medizinerausbildung muss auch in Zukunft weitergeführt werden. Eine Zusammenarbeit mit der neu zu gründenden Medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld soll geprüft werden. Wünschenswert sei, dass der Standort Minden dadurch noch aufgewertet und erweitert werde. Auf dem NRW-Tag der Jungen Union (JU), der Landestagung der CDU-Nachwuchsorganisation, die am vergangenen Wochenende in Krefeld stattfand, hat sich der über 30.000 Mitglieder starke Verband dazu positioniert.

Heute leiste Minden im Rahmen des „Bochumer Modells“ bereits eine hervorragende Arbeit und dies werde von den Studenten geschätzt, so der heimische JU-Kreisvorsitzende Christoph Hartke. „Wenn wir es schaffen, das Mindener Klinikum mit den bereits gesammelten Erfahrungen zu einer tragenden Säule in der zukünftigen Medizinerausbildung in OWL zu entwickeln, dann kann dies speziell für den Mühlenkreis nur von Vorteil sein“, so Hartke weiter. Den Delegierten aus dem Kreisverband Minden-Lübbecke sei es wichtig gewesen, den Fokus neben der Neugründung in Bielefeld auch auf die Bestandssicherung und Fortentwicklung der bereits bestehenden Standorte zu lenken. Diese Position sei durch die Aufnahme der Forderung in die zentrale Abschlusserklärung der Landestagung unterstrichen worden, freut sich der heimische Kreisvorsitzende.

Aus den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP war bekannt geworden, dass nach langjähriger Ablehnung durch SPD und Grüne nun der Entschluss gefasst wurde, in Bielefeld eine vollumfassende Medizinerausbildung zu etablieren. An der geplanten Medizinischen Fakultät soll zukünftig auch der Vorklinische Teil vorhanden sein. Dieser erste Studienabschnitt ist derzeit noch nicht in Ostwestfalen-Lippe möglich. Angehende Ärzte, die heute nach Minden kommen, haben zuvor bereits an der Ruhr-Universität Bochum studiert. Ziel der zukünftigen Koalition ist es, die Absolventen in der heimischen Region zu halten, um den drohenden und teils schon vorhandenen Ärztemangel zu bekämpfen. Insbesondere betrifft dies den Bereich der hausärztlichen Versorgung.

Ein Viertel der neuen CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag besteht seit der Wahl am 14. Mai aus Mitgliedern der Jungen Gruppe. Das Gewicht der jungen Generation in der CDU-Fraktion sei noch nie so groß wie heute gewesen. Auch deshalb habe man am Wochenende zahlreiche Forderungen aus Sicht der jungen Generation gebündelt, um sie in Form der Erklärung in die derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP einzubringen. Schwerpunkte seien unter anderem die Sicherstellung einer guten Schulbildung, die Förderung junger Familien und eine Verbesserung der Situation im ländlichen Raum, so Hartke abschließend.

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