Gelunger Start ins Jahr 2017

Neujahrsempfang mit Paul Ziemiak stößt auf großes Interesse

Sehr zufrieden blicken wir als JU Minden-Lübbecke auf unseren verganenen Jahresauftakt zurück. Interessante Reden mit spannenden inhaltlichen Anstößen und nette Gespräche standen am Ende der sehr gut besuchten Veranstaltung auf Schloss Benkhausen. 

Unser JU-Bundesvorsitzender Paul Ziemiak erinnert sich noch genau an die Zeiten, als Jugendliche in Deutschland hundert Bewerbungen schreiben konnten und trotzdem keinen Ausbildungsplatz erhielten. „Das ist heute unvorstellbar“, sagte Paul. Deutschland gehe es gut. Und dennoch dürfe man sich auf der Gegenwart nicht ausruhen – im Gegenteil.

Veränderungen sind notwendig 

„Deutschland muss sich verändern, wenn wir weiterhin, diesen Wohlstand halten wollen“, appellierte unser Ehrengast bei der Jahresauftaktveranstaltung unseres Kreisverbandes. Die Veranstaltung auf Schloss Benkhausen glich ein wenig dem Blick in die Glaskugel. Denn mit dem Oberthema „Industrie 4.0“ ging es um die Frage, wie sich die Wirtschaft durch die fortschreitende Digitalisierung verändere und welche Weichenstellungen getroffen werden müssten.

Die Welt habe sich verändert, merkte Paul vor den rund 70 Gästen an. Und dennoch ist der JU-Bundesvorsitzende überzeugt: „In diesem Land ging es noch keiner Generation so gut wie unserer. Wir haben unendlich viele Chancen und Möglichkeiten.“ Und das hat aus seiner Sicht zwei Gründe: „Das ist zum einen die robuste Konjunktur und auch die Tatsache, dass ein Gerhard Schröder die Agenda 2010 durchgesetzt hat“, lobte er den einstigen SPD-Bundeskanzler. Und insofern äußerte er Unverständnis darüber, dass die SPD nicht stolz auf die eigenen Erfolge sei, sondern unter Kanzlerkandidat Martin Schulz die Rückwärtsrolle vollziehen wollen.

Mut machen, statt Ängste zu schüren

Das oft vom SPD-Mann genannte Beispiel des 50-jährigen Facharbeiter, der Angst um seinen Job hat, griff auch Paul auf. „Statt ihm zu versprechen, dass er dann länger Arbeitslosengeld beziehen kann, müssen wir ihm doch Mut machen, dass wir an einer Wirtschaftspolitik arbeiten, die verhindert, dass er überhaupt arbeitslos werden muss“, appellierte unser Bundesvorsitzender.

Außerdem ging er auf den wachsenden Populismus ein. Sowohl von links als auch von rechts würden dieselben Stimmungen geschürt: gegen die USA, gegen ein angebliches Establishment, gegen Europa und gegen die Presse. „Die Globalisierung lässt sich nicht aufhalten, aber sie lässt sich gestalten“, brach Paul die Lanze für Freihandelsabkommen.

Unternehmen stehen vor Herausforderungen

Neben ihm referierte auch Mario Hoffmeister von der Firma Gauselmann, der auf die Geschichte des Unternehmens und heutige Herausforderungen wie den Brexit und den Fachkräftemangel einging. „In den nächsten zehn Jahren werden wir noch einen harten Wettbewerb um neue Arbeitskräfte erleben“, prophezeite er. Ganz zentral auf das Oberthema „Industrie 4.0“ ging Referent Guido Kaupmann ein. Der Geschäftsführer der Firma SDI Project Automation GmbH unterstrich den immer stärker werdenden internationalen Wettbewerb: „Wir sind nur dann stark, wenn wir den anderen immer eine Nasenlänge voraus sind. Sonst gerät Deutschland ganz schnell ins Hintertreffen.“ Nicht die größeren Firmen würden heute die kleinen fressen, sondern die schnellen die langsamen. Daten und Automatisierung sind die Schlüssel. Doch es dürfe niemals vergessen werden, trotz immer intelligenterer Technik den Menschen mit zu nehmen.

Nach den inhaltlichen Anstößen bestand noch die Möglichkeit, Schloss und Automatenmuseum zu besichtigen. Als „äußerst gelungen“, zieht JU-Kreisvorsitzender Christoph Hartke ein positives Fazit des Jahresempfangs.

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